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Das Gold der Kreuzfahrer

  

von David Gibbins

Genre:  Abenteuer
Reihe:  2. Teil
Verlag:  Blanvalet (2007)
Sprache:  deutsch
übersetzung:  Fred Kinzel
ISBN:  978-3442366439
Bindung:  Taschenbuch
Seiten:  448


Kurzbeschreibung: Bei einem Tauchgang vor Istanbul macht der smarte englische Abenteurer Dr. Jack Howard eine sensationelle Entdeckung: Spuren, die offenbar direkt zur sagenumwobenen Menorah führen – einem der meistgesuchten Schätze aller Zeiten! Für Jack Howard und sein Team von der Seaquest II beginnt damit ein atemloser Wettlauf mit der Zeit: Sie müssen den siebenarmigen Leuchter aus purem Gold unbedingt finden, bevor die Félag ihn an sich bringen können. Schließlich benötigen die Mitglieder dieser uralten nordischen Geheimgesellschaft die Menorah für ihren ganz eigenen, grausamen Plan: die Zerstörung der alten Weltordnung und den Beginn eines chaotischen Zeitalters...


Erster Satz:

Die beiden goldenen Adler schwebten von Westen her im Tiefflug über die Stadt ein, mit langsamen, raumgreifenden Flügelschlägen hielten sie unbeirrbar auf den Ehrenplatz der Tribüne zu.


Rezension: "Das Gold der Kreuzfahrer" ist bereits der zweite Band um den Abenteurer Jack Howard und knüpft an die Ereignisse aus Band 1 an. Ich habe den ersten Teil nicht gelesen und möchte empfehlen, dies vorher zu tun. Zwar ist diese Geschichte eigenständig und es finden sich nur wenige Andeutungen zu seinem ersten Abenteuer, jedoch hatte ich persönlich das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Durch die Andeutungen an vergangene Ereignisse und daraus resultierende Handlungen, fiel es mir nicht immer leicht, Jack, seine Gedanken und Reaktionen nachzuvollziehen. Also insgesamt fehlt ein Teil, um das Ganze greifen zu können.

Die Geschichte selbst beginnt sehr rasant und spannend. Der Leser trifft inmitten einer archäologischen Ausgrabung auf Jack und seine Freunde. Auf den ersten Seiten werden die Charaktere vorgestellt und der Leser mit allerhand historischen Informationen und Hintergründen versorgt. Das bauscht sich bald zu einem großen Ganzen auf und schnell stellt sich heraus, dass all dies nur kleine Einzelteile in einem großen und geheimnisvollen Puzzle sind. Mir persönlich gefallen Romane, die einen historischen Hintergrund haben und Geschichte zum Leben erweckt wird. Leider erschließt sich der Kontext dem Leser nur, wenn ein gewisses historisches Grundwissen vorhanden ist. Ansonsten kann man sich schnell in den gesamten historischen Zusammenhängen verlieren und oftmals nicht nachvollziehen, worauf Jack und seine Freunde in ihren Diskussionen hinaus wollen. Das kann sich mitunter negativ auf den Leseeindruck auswirken. Vorteil hierbei ist aber, dass Historisch-Interesssierte viele interessante Fakten geboten bekommen und es bietet dem Leser die Möglichkeit, sein Wissen zu erweitern. Ich persönlich habe es genossen, nebenbei einige der genannten Personen und Fakten im Internet zu "googeln" und mich dabei auf eine spannende Reise quer durch die Geschichte zu begeben. Ist ein Leser allerdings nur an dem Roman an sich interessiert, können ihn die unzähligen historischen Fakten schnell verwirren.

Wie es sich ebenfalls für einen Abenteuerroman gehört gibt es neben den obligatorischen brenzligen und mitunter lebensgefährlichen Situationen auch noch eine böse mystische Organisation, die den Helden Steine in den Weg legt. Ich empfand die Mischung aus Indiana Jones und James Bond sehr unterhaltsam, obwohl ich zugeben muss, dass Jack Howard als Superheld daherkommt, der wirklich jede Situation übersteht. Auch wenn der Autor ihm Ängste und Schwächen angedichtet hat, so geht doch letztendlich alles gut aus. Ein wenig unglaubwürdig, aber was im Film funktioniert, verleiht auch dem Buch einen gewissen Charme. Nur das Ende hat mir nicht ganz und gar gefallen. Da begeben sich Jack und Co. immer wieder in Lebensgefahr auf der Suche nach einem der großen Mysterien der Archäologie und Geschichte und geben sich am Ende doch recht schnell mit neuen Vermutungen und lediglich Hinweisen auf eventuell stattgefundene Ereignisse zufrieden. Allerdings muss man berücksichtigen, dass es bei Archäologie nicht immer um große Schätze aus purem Gold, sondern um die Rekonstruktion vergangener Ereignisse geht. Mitunter hält sich der Autor an dieser Stelle auch Möglichkeiten für eine Fortsetzung offen. Trotzdem hätte ich ein "handfesteres" Ende besser gefunden.

Insgesamt ein unterhaltsames, leicht lesbares und spannendes Buch, was für einen netten Zeitvertreib und auf einer längeren Zugfahrt für angenehme Lesestunden sorgt. Wer sich auf ein Abenteuer mit einem Heldenmix aus Indiane Jones und James Bond und auf eine Spur durch historische Mysterien begeben möchte, ist mit diesem Buch durchaus nicht schlecht beraten.

Bewertung:

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